Mittelstand braucht neue Führungskultur

Vom Gehorsam zur Verantwortung: Mittelstand braucht neue Führungskultur. In den Führungsteams vieler mittelständischer Unternehmen muss sich ein Mentalitätswandel vollziehen, denn die jungen Leistungsträger von morgen haben ein anderes Wertesystem als sie. Und sie lassen sich von Führungskräften, deren Autorität primär auf ihrer Position basiert, nicht mehr führen.

Im nächsten Jahrzehnt gehen viele Leistungsträger im Mittelstand in den Ruhestand. Sie zu ersetzen, wird das zentrale Thema für viele mittelständische Unternehmen sein. Dabei ist jetzt schon absehbar: Aufgrund des demographischen Wandels werden künftig einige Mittelständler ohne ausreichend qualifizierte Mitarbeiter dastehen. Zugleich rückt eine neue Generation junger Frauen und Männer nach – ebenfalls mit einer starken Leistungsorientierung, aber mit einem anderen Wertesystem. Für sie ist Arbeit ein Instrument zur Existenzsicherung. Doch nicht nur dies. Sie soll auch befriedigend sein und Gestaltungsspielräume eröffnen. Weiterlesen

Ausbildungs-Start: Heute beginnt der Ernst des Lebens

Für Jugendliche beginnt mit dem Start ihrer Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Entsprechend unsicher sind sie. Deshalb sollten Betriebe für eine gute Ankunft ihrer neuen Mitarbeiter sorgen. Sonst fragen diese sich gleich am ersten Arbeitstag: Wo bin ich hier gelandet?

Mit Grauen erinnert sich Maik Schadel an den ersten Tag seiner Ausbildung zum Bürokaufmann. Wie gewünscht klopfte der damals 17-Jährige morgens Punkt 8.30 Uhr an die Tür zum Sekretariat des Inhabers einer Baustoffhandlung. Doch als er der Sekretärin sagte, wer er sei und was er wolle, antwortete diese: „Der Chef ist nicht da. Er hat einen Termin außer Haus.“ Dann bat sie Schadel, auf einem Stuhl im Flur Platz zu nehmen.

Nach zwei Stunden rauschte endlich der Chef herein. Für mehr als einen Händedruck hatte er keine Zeit. „Kümmern Sie sich um den jungen Mann“, sagte er zur Sekretärin. Dann war er wieder verschwunden. „Bis mein Chef endlich mal Zeit hatte, verging eine Woche“, erzählt Schadel. Motivierend wirkte das auf den angehenden Bürokaufmann nicht. Weiterlesen

10 Bewerbungstipps für Schulabgänger

Wer beim Bewerben gewisse Grundregeln beachtet, kann bei Unternehmen viele Pluspunkte sammeln. Marion Matter, Ausbildungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, gibt Schulabgängern einige Tipps.

Wer beim Bewerben gewisse Grundregeln beachtet, kann bei Unternehmen viele Pluspunkte sammeln. Marion Matter, Ausbildungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, gibt Schulabgängern einige Tipps.

  1. Schreiben Sie lieber wenige qualifizierte Bewerbungen, als sich mit einem Standardschreiben bei sehr vielen Unternehmen zu bewerben.
  2. Informieren Sie sich vor dem Verfassen einer Bewerbung im Internet über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben möchten, und über den angestrebten Ausbildungsberuf. Fast alle größeren Firmen haben eine Homepage, auf der alles Wichtige über das Unternehmen und dessen Ausbildungsangebot steht.
  3. Informieren Sie sich auch in Ihrem privaten Umfeld über den angestrebten Beruf und machen Sie, wenn möglich, vorab entsprechende Praktika. Je klarer Ihre Vorstellung vom angestrebten Beruf ist, umso einfacher fällt Ihnen das Bewerben und desto sicherer bekommen Sie einen Ausbildungsplatz.
  4. Bedenken Sie als Schüler einer Abgangsklasse: Die Personalabteilungen messen den „Kopfnoten“ in den Schulzeugnissen (für Verhalten und Mitarbeit) meist eine hohe Bedeutung bei. Sie dienen ihnen als Indikator für das Engagement und die Teamfähigkeit eines Bewerbers. Entsprechendes gilt für die Fehltage: Sie sind für die Unternehmen ein Indiz, wie zuverlässig und belastbar ein Bewerber ist.
  5. Generell gilt: Unternehmen sind auch die berühmten Schlüsselqualifikationen wichtig. Sie wollen wissen: Wie lern-, team- und kommunikationsfähig ist ein Bewerber und wie eigenverantwortlich löst er Aufgaben? Gehen Sie hierauf im Anschreiben ein.
  6. Lassen Sie den Entwurf des Anschreibens nochmals von schreiberfahrenen Erwachsenen gegenlesen. Denn für die Unternehmen sind die Anschreiben eine Art „erste Arbeitsprobe“ – gerade bei Büroberufen.
  7. Lesen Sie (zumindest) in den Tagen vor einem Bewerbungsgespräch die Tageszeitung. Denn in Bewerbungsgesprächen stellen die Interviewer zuweilen tagesaktuelle Fragen – beispielsweise um zu klären, ob der Bewerber sich für Wirtschaftsthemen interessiert.
  8. Mit dem Start Ihrer Berufsausbildung treten Sie in die Erwachsenenwelt ein, und dort gelten teils andere Regeln als im Schulalltag – auch bezogen auf die Kleidung. Signalisieren Sie durch die Kleidung, die Sie beim Bewerbungsgespräch tragen, dass Sie für den Eintritt in die Arbeitswelt bereit sind.
  9. „Übung macht den Meister.“ Das gilt auch fürs Bewerben. Wer unsicher ist, sollte das (Antwort-)Verhalten im Bewerbungsgespräch vorab in Rollenspielen mit Freunden und Verwandten üben.

10. Überlegen Sie sich eine glaubhafte Begründung dafür, warum Sie sich gerade für den Beruf x interessieren und beim Unternehmen y beworben haben. Denn danach wird in jedem Bewerbungsgespräch gefragt.

Marion Matter

Zur Autorin: Marion Matter ist Ausbildungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Networking für Berufseinsteiger

Networking für BerufseinsteigerWenn (Hoch-)Schulabgänger ihre erste Stelle antreten, kennen sie meist niemanden im Betrieb. Also gilt es, Beziehungen zu den neuen Kollegen aufzubauen und sich als angenehmer Kollege zu profilieren.

Mit Grauen denkt Janne Larsen an ihren ersten Arbeitstag. „Ich war völlig unsicher“, gesteht die 18-jährige Auszubildende zur Bürokauffrau. „Ich kannte niemanden und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte.“

Ähnlich geht es fast allen (Hoch-)Schulabsolventen am ersten Arbeitstag. Sie kommen in ein fremdes Umfeld und treffen auf Kollegen, die oft seit Jahren zusammenarbeiten. Und von diesen werden sie gerade in der Startphase aufmerksam beäugt, denn jeder möchte sich ein Bild davon machen: Wie ist der oder die Neue?

Entsprechend wichtig ist es für Berufseinsteiger, in den ersten Tagen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Einige Tipps, wie Ihnen dies gelingt. Weiterlesen

Soll ich mich per Post oder Mail bewerben?

Beim Bewerben gilt: Das klassische Versenden der Bewerbungsunterlagen per Post ist meist besser als ein Versenden per Email – zumindest wenn die Adressaten kleinere und mittlere Unternehmen sind.

„Soll ich mich per Post oder Mail bewerben?“ Vor dieser Frage stehen (Hoch-)Schulabgänger oft, wenn sie sich für eine Stelle interessieren – zumindest dann, wenn die Adressaten Klein- und Mittelunternehmen sind. Denn auf ihrer Webseite gibt es meist noch keine Online-Maske zum Sichbewerben. Und wenn doch? Dann überlassen sie es meist trotzdem den Bewerbern, wie sie sich bewerben.

Eindeutig ist die Sache, wenn in einer Stellenanzeige steht: „Bitte senden Sie Ihre elektronische Bewerbung an: …..“ Dann sollten Bewerber diesen Wunsch selbstverständlich akzeptieren, betont Alexander Walz, Geschäftsführer der Personalberatung Conciliat, Stuttgart. Dasselbe gilt, wenn in der Anzeige steht: „Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung an:…..“ Weiterlesen

Personalsuche: Stellenanzeigen gestalten und schalten

Alexander Walz, Geschäftsführer der Personal- und Managementberatung Conciliat GmbH

Stellenanzeigen sind und bleiben ein wichtiges Instrument der Personalsuche. Je schärfer jedoch der Kampf um qualifizierte Mitarbeiter wird, umso treffsicherer müssen sie formuliert sein und umso gezielter geschaltet werden. Sonst erzielen sie die gewünschte Wirkung nicht.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz fehlen qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Entsprechend stark buhlen die Unternehmen um deren Gunst. Also müssen sich Unternehmen, die freie Stellen besetzen möchten, immer mehr bemühen, um im Kampf um die begehrten Mitarbeiter die Nase vorne zu haben.

Das zentrale Instrument der Personalsuche ist und bleibt die Stellenanzeige. Doch auch die Mitarbeitersuche per Stellenanzeige hat sich verändert. So werden heute zum Beispiel bereits mehr Stellenanzeigen in Online-Stellenportalen als in den Printmedien publiziert. Weiterlesen

Tipps für eine perfekte E-Mail-Bewerbung

Das Internet hat schon lange Einzug in den Bewerberalltag gehalten. Auch viele Personalabteilungen setzen immer mehr auf Bewerbungen per E-Mail, statt auf die klassische Bewerbungsmappe. Die Bewerbung per E-Mail hat einige Vorteile: So sparen sich Bewerber und Unternehmen beispielsweise die Porto- und Versandkosten für Versendung bzw. Rücksendung der Bewerbungsunterlagen. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz von Filtern bereits eine erste Vorauswahl treffen. Allerdings birgt eine Bewerbung per E-Mail auch so manche Fallstricke. Weiterlesen

Bewerbung: Wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung angeben sollen

GehaltsvorstellungDie meisten von uns sind in dem Glauben erzogen worden, dass man über Geld nicht spricht. Für viele Menschen, vor allem in Bewerbungssituationen, ist es daher unangenehm, über Geld – sprich: über die eigenen Gehaltsvorstellungen – zu sprechen. Schon in der schriftlichen Bewerbung, spätenstens aber im mündlichen Auswahlgespräch, sollten Bewerber Stellung zum Thema Gehaltsvorstellung beziehen.

Unangenehme Situation

Bei der Fragen „Wie sind denn Ihre Gehaltsvorstellungen“ kommen viele Bewerber in Verlegenheit. Einerseits möchte man natürlich ein möglichst hohes Gehalt für seine Tätigkeit erhalten, anderseits aber auch nicht als größenwahnsinnig abgestempelt werden und dadurch unter Umständen sogar aus dem Bewerbungsverfahren fliegen. Sich dem Konflikt zu entziehen und gar keine Angaben zu machen, funktioniert vielleicht noch in der schriftlichen Bewerbung, aber spätestens im Bewerbungsgespräch müssen die Karten auf den Tisch gelegt werden. Weiterlesen

Vorstellungsgespräch per Skype

Vorstellungsgespräch per Skype

Vorstellungsgespräch per Skype

Was in den USA gang und gäbe ist, hält nunauch Einzug in deutsche Personalabteilung: das Vorstellungsgespräch per Skype. Solche Jobinterviews per Videokonferenz passen in unsere moderne und immer mobiler werdende Arbeitswelt. Die Anreise per Auto, Bahn oder Flugzeug dauert meist länger als das eigentliche Gespräch, so dass sich durch Skype viel Zeit und Kosten sparen lassen. Allerdings hat ein Vorstellungsgespräch per Skype auch so einige Tücken. Daher sollten unbedingt einige Dinge beachtet werden und Trotz der materiellen Abwesenheit des Gesprächspartners, sollte man das Interview via Skype nicht auf die leichte Schulter nehmen. Weiterlesen

Selbstbeschreibung im Online-Profil

Bewerbungen in unserer heutigen internetaffinen Zeit unterscheiden sich von dem, was viele von uns noch als klassische Bewerbung kennengelernt haben. Online-Profile in sozialen Netzwerken gehören heute ebenso dazu, wie das Hinterlegen von Bewerbungsunterlagen im Internet, um von Unternehmen gefunden zu werden (passive Stellensuche).

Etwas anderes als „kreativ“ und „innovativ“

Wer ein Online-Profil für seine Reputation und als Unterstützung für eine Bewerbung nutzen möchte, sollte versuchen sich von der Masse der (potentiellen) Mitbewerber abzuheben. Dafür hat das soziale Business-Netzwerk LinkedIn die am meisten genutzten Schlagwörter seiner Mitglieder analysiert. Um nicht in der Masse der Suchergebnisse unterzugehen, sollten Bewerber in ihrer Selbstbeschreibung möglichst wenige dieser Schlagwörter verwenden. Weiterlesen